Taschkent · 1 Tag
Taschkent verbindet eine moderne Großstadt mit den Farben des Orients. Bei einem Rundgang sehen Sie die großzügigen europäischen Straßenzüge aus der Zeit des Generalgouvernements Turkestan, markante Bauten der Sowjetzeit, die blauen Bögen von Moscheen und Medresen und die glänzenden Fassaden von Neubauten. Sie besuchen den alten wie den neuen Teil der Stadt, erleben einen echten orientalischen Basar und fahren mit der Taschkenter Metro — einer der schönsten der Welt. Der beste Weg, die Hauptstadt Usbekistans mit ihrer Geschichte und ihren ungewöhnlichen Bauwerken kennenzulernen.
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Der Platz Hazrati Imam ist das religiöse Zentrum Taschkents. Er liegt in der Altstadt, zwischen Vierteln mit alten Lehmfachwerkhäusern, die das schwere Erdbeben von 1966 überstanden haben.
Die Barak-Chan-Medrese wurde im 16. Jahrhundert von Sujundsch Chan, einem Enkel Ulugbeks, errichtet. Später wurde sie Sitz der Geistlichen Verwaltung der Muslime Zentralasiens und beherbergt eine reiche Sammlung orientalischer Handschriften. Ihr kostbarster Bestand war der weltberühmte Koran des Kalifen Uthman — eine der ältesten Abschriften des heiligen Buches aus der Mitte des 7. Jahrhunderts. Die außergewöhnlich große Handschrift mit 353 Pergamentblättern wurde jahrhundertelang in der Schatzkammer der Kalifen verwahrt, nacheinander in Medina, Damaskus und Bagdad. Aus Damaskus gelangte sie zur Zeit Timurs nach Zentralasien, im 19. Jahrhundert nach Sankt Petersburg, wo sie bis zur Revolution blieb; danach kam sie über Ufa zurück.
Die Freitagsmoschee Tilla Scheich aus dem 19. Jahrhundert ist eine der größten Moscheen Taschkents. Sie besteht aus dem Winterbau, dem Sommerhof, der Kuppel in der Mitte und der Kuppelgalerie.
Kaffal Schaschi lebte vor über tausend Jahren. In Taschkent gibt es dennoch niemanden, der den Ehrennamen „Hazrati Imam“ — Heiliger Imam — nicht kennte, der ihm im 10. Jahrhundert verliehen wurde.
Das Institut steht an der Stelle der Namozgoh-Moschee vom Ende des 19. Jahrhunderts, die wie viele andere religiöse Bauten nach der Revolution zerstört wurde. Als dort ein islamisches Institut eingerichtet werden sollte, wurde das Gebäude wiederhergestellt. Sein heutiges Aussehen erhielt es 1997, nach dem großen Umbau des Ensembles Hazrati Imam, zu dem es gehört.
Der Basar ist das Herz jeder orientalischen Stadt, der Mittelpunkt des öffentlichen Lebens und ihr Ernährer. Seit jeher entstanden Basare an den Kreuzungen der Handelswege, auf den großen Plätzen der Städte. Hier trafen sich Händler und Bürger, um Neuigkeiten zu besprechen, Preise zu erfahren und sich in einer gemütlichen Tschaichana bei Plov und grünem Tee auszuruhen. Auf den Basaren fanden auch die wichtigsten Vergnügungen der Stadt statt — Schaustellerei und Theater.
Taschkent ist heute die moderne Hauptstadt Usbekistans und hat, anders als Samarkand, Chiwa oder Buchara, kaum alte Bausubstanz bewahrt. Doch es hat seine eigenen Sehenswürdigkeiten. Eine davon ist die Metro — die erste U-Bahn Zentralasiens und eine der schönsten der Welt.
Die Geschichte des Platzes im Zentrum Taschkents, benannt nach Amir Timur, dem Feldherrn und Begründer eines gewaltigen mittelalterlichen Reiches, beginnt im 19. Jahrhundert, als Taschkent Sitz des Generalgouvernements Turkestan im Russischen Reich war. Angelegt wurde er 1882 auf Anordnung von General M. Tschernjajew: ein kleiner Park mitten in der Stadt, umgeben von den Gebäuden des Mädchen- und des Knabengymnasiums, des Lehrerseminars und der Staatsbank.
Der Unabhängigkeitsplatz liegt im Zentrum Taschkents und ist ein beliebter Ort zum Verweilen. Nicht zuletzt, weil hier die schönsten Springbrunnen der Stadt stehen.
Die Sammlung umfasst über 7 000 Stücke angewandter Kunst: Handstickereien, Tjubetejka-Käppchen, Schmuck, Teppiche und anderes Kunsthandwerk vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute.
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